Dienen und helfen als Leitmotiv: Lions Club Groß-Umstadt spendet 5.500 Euro an das Rotary-Hospiz in Erbach

Groß-Umstadt/Erbach - „We serve – wir dienen“ ist das Leitbild des Lions Clubs, der sich auch in Groß-Umstadt seit 1976 engagiert. Die Organisation mit dem Löwen im Wappen unterstützt und hilft. Spontan, unbürokratisch, dort wo Not und/oder eine soziale Schieflage herrscht. Vor allem aber regional. In Einzelfällen kommt es zu sehr persönlichen Erfahrungen mit Institution, die eine besondere Unterstützung der hilfstätigen Lions erfahren. So wie im Falle des Rotary-Hospiz Odenwald in Erbach. Hier werden Menschen mit unheilbaren Krankheiten in der letzten Lebensphase palliativ-medizinisch und pflegerisch versorgt. Der langjährige Aktive des Lions Clubs Groß-Umstadt, Dr. Roland Raschke verstarb in der Hospizeinrichtung am 1. März 2021. Dr. Roland Raschke war seit 1988 Mitglied des Lions Club und von 1990 an lange Jahre im Vorstand der Lions-Organisation, unter anderem als Präsident und Mitgestalter zahlreicher Initiativen.

Im März d.J. schloss er die Augen für immer. Die individuelle Betreuung, der Respekt, die Wertschätzung und die Zuwendung in Würde, die man in Erbach erfahren hatte, erfüllt die Familie des Schwerkranken mit großer Dankbarkeit und Wertschätzung. In Würdigung für die Wegbegleitung des Patienten auf seinem letzten Weg, auch der Begleitung seiner Familie, wünschten sich die Angehörigen Spenden, statt Kränzen und Blumen zur Beerdigung. Es war ihnen einen Herzensanliegen, die Arbeit des Hospizes an Schwerkranken, Sterbenden, Angehörigen und Trauernden zu unterstützen. 4.500 Euro kamen auf diesem Weg zusammen. Die vom Lions Club Groß-Umstadt um 1.000 Euro aufgestockte Spendensumme von abschließend 5.500 Euro wurde im November 2021 an das Hospiz übergeben.

Die stationäre Einrichtung in Erbach wurde im Jahr 2018 durch die Spende eines Mitglieds des Rotary Club Erbach-Michelstadt, Dr. Walter Wasserbäch, ermöglicht. Acht Einzelzimmer stehen einem multiprofessionellen Team zur Verfügung, das hier den letzten Weg mit den Patienten und ihren Familien geht. „Bei der Arbeit mit Sterbenden und Trauernden“ sei das Ziel „die Lebensqualität der Patienten im Rahmen ihres abnehmenden Gesundheitszustandes zu erhalten beziehungsweise zu fördern. Ihre körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Leiden zu lindern und ihnen ein nach ihren Wünschen und Bedürfnissen ausgerichtetes Dasein zu ermöglichen.“ Diese Werte „lebt“ das Team in Erbach – 24 Stunden am Tag.

Für die Überbringer des Spendenschecks aus Groß-Umstadt, Lions-Präsident Dr. Dirk Brechtelsbauer,

Dr. Rainer Metzner, Präsident des Lions Förderverein Groß-Umstadt und Irmina Raschke, Ehefrau des Verstorbenen und Ehrenmitglied des Lions Club, stellt sich auch die Frage, ob nicht vor Ort, in Groß-Umstadt, eine stationäre Einrichtung realisierbar ist. „Es gibt zu wenige stationäre Hospizeinrichtungen“, erklärt Irmina Raschke.

Bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit, Menschen in Not, aber auch präventive Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen, benötigen die Umstädter Löwen Unterstützer. Spenden zugunsten sozialer und gemeinnütziger Projekte in der Region nimmt der Lions Club dankbar auf seinem Spenden-Konto entgegen (IBAN DE97 5085 2651 0110 1215 89).

5.500 Euro für das Rotary-Hospiz in Erbach: Das Foto zeigt (von links) Dr. Dirk Brechtelsbauer, Präsident des Lions Club Groß-Umstadt, Pflegedienstleiterin Karin Rehmann, Irmina Raschke, Ehefrau des verstorbenen Dr. Roland Raschke, Dr. Rainer Metzner (Präsident des Lions Fördervereins Groß-Umstadt) und Roger Frohmuth, Past-Präsident des Rotary Club Erbach-Michelstadt. Foto: Lions Club | Lions Club